Sarah Hackfort (2020) Landwirtschaft in der High-Tech Bioökonomie

by userbiomat

Gesellschaftlichen Folgen digitaler Technologien verstehen

Das Forschungsprojekt BioMaterialities beschäftigt sich mit dem Einsatz digitaler Technologien in der Landwirtschaft. Diese reichen von neuen Gentechnikverfahren im Labor über Big-Data-Analysen landwirtschaftlicher Daten bis hin zu digital gesteuerten Gewächshäusern.

Diese neuen Technologien werden einerseits häufig von großen Versprechungen über ihren gesellschaftlichen oder ökologischen Nutzen begleitet. Dabei treten andererseits auch negative Folgeeffekte auf oder es kommt zu gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und politischen Konflikten, bspw. um ökonomische Monopole oder Patente für neue Produkte.

Digitale Technologien im Agrarsystem haben inzwischen nicht nur auf dem Acker sondern auch entlang der gesamten Wertschöpfungsketten Einzug gehalten. So entstehen neue Geschäftsmodelle, wenn landwirtschaftliche Daten in der Cloud gespeichert werden.

Wie und von wem werden diese Daten dann genutzt? Welche Vorteile ergeben sich für LandwirtInnen, wenn sie digitale Plattformen großer Agrarunternehmen wie z.B. Bayer nutzen? Und welche Effekte haben vertikale ökonomische Integrationsprozesse für ProduzentInnen und VerbraucherInnen, wenn z. B. Amazon in den Lebensmittelhandel einsteigt?

Das Projekt analysiert diese und weitere Veränderungen durch neue Technologien an unterschiedlichen Punkten der Wertschöpfungsketten, die damit verbundenen Chancen und Risiken sowie zugrunde liegende politische und ökonomische Machtverhältnisse und soziale Ungleichheiten.

Citation: Hackfort, Sarah (2020): Landwirtschaft in der High-Tech Bioökonomie.

Link: https://www.wissenschaftsjahr.de/2020-21/aktuelles-aus-der-biooekonomie/koepfe-des-wandels/landwirtschaft-in-der-high-tech-biooekonomie

[Bildquelle: https://www.wissenschaftsjahr.de/2020-21/partner]